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n8n vs. Zapier vs. Make: Was ist DSGVO-konform für deutsche Unternehmen?

Kevin Stein
Gründer zeitstein.io

Kurzantwort: Alle drei Werkzeuge lassen sich DSGVO-konform einsetzen — der Unterschied ist, wie viel Kontrolle Sie haben und wie viel Vertragswerk Sie dafür brauchen. Zapier und Make sind Cloud-Dienste: Ihre Daten fließen durch fremde Infrastruktur, die Konformität hängt an Auftragsverarbeitungsverträgen und Transfermechanismen. n8n ist Open Source und läuft self-hosted auf einem deutschen Server: Die Daten verlassen das Haus nicht, und die Drittland-Frage stellt sich gar nicht erst. Für Betriebe, die personenbezogene oder Finanzdaten automatisieren, ist Self-Hosting der kürzeste Weg zur sauberen Antwort.

Wichtig vorweg: Das hier ist ein Praxisvergleich, keine Rechtsberatung. Und er kommt von jemandem, der eine n8n-Agentur betreibt — wir legen unsere Perspektive offen, statt sie zu verstecken. Gerade deshalb sagen wir auch klar, wann die anderen beiden die bessere Wahl sind.

Die drei Modelle im Überblick

Worauf es bei der DSGVO wirklich ankommt

Nicht „erlaubt oder verboten” — sondern „wie viel Aufwand für wie viel Kontrolle”. Bei Cloud-Diensten brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag, müssen den Datenstandort und mögliche Drittlandtransfers prüfen und das Ergebnis dokumentieren. Das ist machbar — Tausende Unternehmen tun es. Es ist nur Arbeit, die bei jedem Audit und jeder Kundenfrage wieder auf dem Tisch liegt.

Beim Self-Hosting dreht sich die Frage um: Die Daten bleiben auf Ihrem Server in Deutschland, und die Antwort auf „Wo liegen unsere Daten?” ist ein Satz statt eines Ordners. Dafür tragen Sie die Verantwortung für den Betrieb — Updates, Härtung, Backups. Genau das ist der Teil, den eine Agentur übernimmt.

Der ehrliche Kostenvergleich

Cloud-Dienste rechnen nach Volumen: Je öfter Ihre Workflows laufen, desto teurer wird es — dauerhaft. Bei n8n zahlen Sie den Server (wenige Euro im Monat) und einmal den Aufbau; ob ein Workflow zehnmal oder zehntausendmal läuft, ändert nichts. Konkret aus unserer Praxis: Setup einer gehärteten n8n-Instanz 800 bis 2.000 € einmalig, Server 4 bis 6 € im Monat, Wartung 80 bis 150 € im Monat — keine Kosten pro Ausführung.

Die Faustregel: Bei wenigen Dutzend Ausführungen im Monat gewinnt die Cloud. Ab Tausenden gewinnt Self-Hosting — deutlich.

Wann Zapier oder Make die bessere Wahl sind

Das sagen wir auch im Erstgespräch so — Ehrlichkeit ist billiger als ein enttäuschtes Projekt.

Wann n8n gewinnt

Wie das in der Praxis aussieht, steht auf unserer Seite zur n8n-Agentur — inklusive der Frage, was wir als Betreiber übernehmen.

Häufige Fragen

Ist Zapier in Deutschland verboten?
Nein. Zapier und Make lassen sich mit Auftragsverarbeitungsvertrag und sauberer Prüfung DSGVO-konform nutzen. Die Frage ist nicht ob, sondern mit wie viel Dokumentationsaufwand — und ob Sie den dauerhaft tragen wollen.
Was kostet n8n selbst?
Die Software ist Open Source und kostet in der Self-Hosting-Variante keine Lizenzgebühr. Real kostet der Betrieb: ein kleiner Server ab wenigen Euro monatlich, dazu einmalig das Setup und optional laufende Wartung.
Kann ich später von Zapier zu n8n wechseln?
Ja — Workflows lassen sich nachbauen, meist besser als das Original, weil beim Umzug aufgeräumt wird. Je früher der Wechsel, desto weniger Bestand muss mit.

Stand: August 2026, Praxisvergleich — keine Rechtsberatung. Konkrete Zahlen: Preise

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